Messehighlights

e360: Panorama-Video-Streaming mittels Edge-Computing und Future Internet

Das Institut für Informatik der Georg-August-Universität Göttingen zeigt, wie der Einsatz von zukünftigen Kommunikationslösungen wie Edge Computing die Netzwerkauslastung optimiert und wie Panorama-Video-Streaming davon profitieren kann. So werden zum Beispiel 360-Grad-Videos in der Industrie 4.0 unter anderem im Bereich der Sicherheitsüberwachung, Anlageninspektion und Kontrolle eingesetzt. Die Menge an Daten, die von einem Panoramavideo dabei erzeugt wird, ist weitaus größer als die Datenmenge von Videos. Dadurch ist eine Optimierung der Datenübertragung, insbesondere im Multicast-Szenario bei Einsatz von mehreren Clients erforderlich.

Vorhersage des sozioökonomischen Status anhand von Data-Mining-Methoden

Die Networks Group des Göttinger Instituts für Informatik zeigt, wie der „sozioökonomische Status“ einer Bevölkerung anhand von Data-Mining-Methoden vorhergesagt werden kann. Der sozioökonomische Status liefert verlässliche Daten über die wirtschaftlichen Merkmale einer Bevölkerungsgruppe und ist ein Indikator für die Kaufkraft einer Region. Damit ist er insbesondere für Marketingaktionen relevant. In der angewandten Methode werden verschiedene Datensätze wie Mobilfunk-Daten und der Datenverkehr ermittelt, wodurch kostspielig und zeitaufwändig Erhebungen oder persönliche Interviews ersetzt werden können.

TRACER - Zitate und Paraphrasen einfach in großen Datenbeständen wiederfinden

TRACER ist eine Software zur Erkennung von Zitaten, Paraphrasen und Allusionen in großen Textmengen. Die eTRAP Research Group der Universität Göttingen hat dazu mehrere hundert Algorithmen entwickelt, die zu über eine Million Möglichkeiten miteinander kombinieren können. TRACER ist sprachenunabhängig und auf über zehn Sprachen bereits produktiv im Einsatz. Die Software berücksichtigt historische Sprachen, wie Altgriechisch, Latein und Koptisch, die sich teilweise über mehr als 2000 Jahre erstrecken und somit eine sprachliche Vielfalt von verschiedenen Schreibweisen oder auch semantischer und morphologischer Sprachevolution abdecken.

Angewandtes maschinelles Lernen: Video Game AI

Um Nachwuchsforscherinnen und -forscher für angewandtes maschinelles Lernen zu motivieren, wurde am Forschungszentrum L3S unter Führung des Instituts für Informationsverarbeitung der Leibniz Universität Hannover das „Video Game AI“-Projekt initiiert. Studierenden wird die Möglichkeit geboten, in Kleingruppen für verschiedene Videospiele eine eigene künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln und sich bei internationalen Wettbewerben mit Teams aus aller Welt zu messen. Beim „Battlesnake“-Wettbewerb müssen die Teilnehmenden eine KI entwerfen, welche eine virtuelle Schlange steuert, die über ein Spielfeld ähnlich des Spieleklassikers Snake navigiert werden muss.

Hausverwaltung 4.0 - auf Knopfdruck

Mit „Homevoice“ hat eine Projektgruppe der Universität Oldenburg eine webbasierte Software entwickelt, die Transparenz in der Verwaltung von Immobilien schafft und aufwände reduziert. In Homevoice werden alle Prozesse rund um die Immobilienverwaltung für Vermieter, Mieterinnen und Mieter und sowie Dienstleister über den gesamten Interaktionszeitraum abgebildet. Dabei ist die Vereinfachung und Automatisierung dieser Prozesse die Basis für die leichtere Verwaltung. So unterstützt die Software Vermieter dabei Investitionsmöglichkeiten zu erkennen, hilft Mietern ihre Nebenkostenabrechnung besser zu verstehen und Dienstleistern Arbeiten besser planen und schneller durchführen zu können.

Energiemanagement und Mobilität für intelligente Städte & Regionen

Die Abteilung Wirtschaftsinformatik der Universität Oldenburg zeigt, wie durch Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte smarte Städte entstehen können. So hat das Projekt „Empower Generations“ zum Ziel, die dezentrale Energieerzeugung intelligenter zu steuern. Dabei geht es besonders darum, neue Lösungen zu erarbeiten um das Elektrizitätsnetz besser zu regulieren und zu managen. Das Projekt NEMo - Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum - denkt Mobilität für ländliche Regionen neu: Ein interdisziplinäres Team entwickelt nachhaltige und innovative Mobilitätsdienstleistungen sowie darauf basierende Geschäftsmodelle.

Persönliche Ernährungs- oder Healthapp

Als Start-Up der Universität Oldenburg bietet „Gaia Nutrition“ Unternehmen die Erstellung einer firmeneigenen Ernährungs-, Fitness- oder Gesundheitsapp an. Die Basisversion des einzigartige Appsystems wird bereits von tausenden Anwenderinnen und Anwendern benutzt. Die App kann auch Daten wie z.B. Blutwerte und Inhalte wie Videos oder Artikel direkt einbinden. Ernährungspläne werden von der eigens entwickelten Gaia K.I. aufgestellt. Unternehmen können so neue Lösungen für Ernährung und Fitness schaffen. Eine individuelle Anpassung der Applikation ist ohne größere Programmierung und Investitionen innerhalb kürzester Zeit erstellt.

Zukunft des Hörens: KI und Gedankenkontrolle der Hörsysteme

Forscher der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover MHH und des Exzellenzclusters Hearing4all arbeiten daran, das Hören mit Hörgerät oder Hörprothesen wie dem Cochlea-Implantat dem natürlichen Hören immer weiter anzunähern. Unter anderem setzen die Forscher auf sogenannte Brain-Computer-Interfaces, um Hörsysteme etwa mit Gedankenkontrolle zu steuern. Ein weiterer weltweit einzigartiger Ansatz der Forscher ist die Implementierung von Künstlicher Intelligenz im Cochlea-Implantat.

CodingKitchen: Rezepte für digitale Bildung

CodeUp ist eine kostenlose E-Learning App für Schulen, die Lehrpersonen dabei unterstützt das Fach der Informatik faszinierend und unterhaltsam zu gestalten. In CodeUp gründen Schülerinnen und Schüler ihr eigenes virtuelles IT-Start-Up. Sie arbeiten in Kleingruppen an realitätsnahen und spannenden Aufträgen, lernen Programmieren, treffen Entscheidungen, die unmittelbaren Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen und erleben so wie aufregend die Arbeitswelt der Informatik sein kann. Die App bietet den Lehrpersonen die Möglichkeit die Anforderungen des Unterrichts auf jeden Schüler individuell anzupassen. CodeUp wurde von einer Projektgruppe der Universität Osnabrück entwickelt.

Fachinformationsdienst Pharmazie

Im Kontext von Big Data entwickelt das Institut für Informationssysteme der Technischen Universität Braunschweig Lösungen zur intelligenten Informationsversorgung. Ein Referenzprojekt dafür ist der interdisziplinäre Fachinformationsdienst Pharmazie. Dieser bedient die zwei Schwerpunkte: das Wissen aus bereits vorliegenden Informationsressourcen mittels Deep Learning Technologien zu extrahieren und mittels einer narrativen Intelligenz strukturiert zur Verfügung zu stellen. Der Fachinformationsdienst soll helfen, das Netzwerk an Wissen zu verlinken, zu durchsuchen und strukturiert darzustellen, um anspruchsvolle Forschungsfragen zu beantworten.

NOA: Suchmaschine für wissenschaftliche Bilder

Die Nachnutzung von Open-Access- Abbildungen (NAO) wurde von der Hochschule Hannover in Kooperation mit der Technischen Informationsbibliothek entwickelt, um Forschern bei der Suche nach frei nachnutzbaren Bildern zu unterstützen. Dazu werden mit einem automatischen Content-Mining-Verfahren Bilder aus Open-Access-Artikeln extrahiert, mit verschiedenen Informationen angereichert und über eine Suchmaschine zur Verfügung gestellt. Mit dem Verfahren wurden bisher ca. 1 Million Artikel aus verschiedenen Fachgebieten mit ca. 4,5 Millionen Bilder analysiert. Zukünftig sollen daraus Bilder für Wikimedia Commons identifiziert und dort integriert werden.

„Scheck 365“ - Smart-Home-Applikation

Die neue Smartphone-App ist in der Lage, vernetzte Anlagen- und Bautechnik in Wohnungen so zu steuern, dass diese energieeffizienter, wirtschaftlicher und mit mehr Behaglichkeit betrieben werden können. Die vom Institut für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz der Hochschule Hannover entwickelte Technologie beruht auf einem praxisgerechten Verfahren einer vorhandenen Sachverständigen App. Mit der vorliegenden modifizierten „Spiele-App“ kann der Nutzer in der eigenen Wohnung Anlagen- und Bautechnik, Energieflüsse, Kosten sowie Nutzerverhaltens leicht per Smartphone analysieren und anschließend die eigene Wohnung spielerisch energetisch betreiben.

Papercube – LEGO® Mindstorms® basierte Produktionslinie für Papierwürfel

Die Produktionslinie „papercube“ fertigt auf Basis von Robotiksätzen LEGO® Mindstorms® Education selbstständig Papierwürfel. Sie arbeitet vollautomatisch und hat einen Laser zum Schneiden. Die vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Jade Hochhschule entwickelte Anlage bringt Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen die Themen Softwaremodellierung, Softwarearchitekturen sowie die Programmiersprache Java näher. Papercube wurde als didaktisches Lehrmodell entwickelt und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, Studierenden interdisziplinäre Inhalte zu vermitteln: Konstruktion, Elektrotechnik, Netzwerktechnik, Programmierung und Teambildung.

Digitale Zwillinge zur Überwachung und Steuerung von Windparks

Absolventinnen und Absolventen der Jade Hochschule haben, in Kooperation mit der Volkswagen AG, eine Industrielösung entwickelt, die die Kontrolle des Arbeitsfortschritts und die Steuerung einzelner Arbeitspakete zum Aufbau eines Windparks und dessen Windenergieanlagen erlaubt. In Realzeit können nun erstmalig sowohl technische als auch betriebswirtschaftliche Informationen intelligent in einem Digitalen Zwilling zusammengeführt werden und mittels einer 3D-Brille realitätstreu visualisiert werden. Technische Informationen werden aus angeschlossenen Datenbanken extrahiert und mit vernetzten ERP- und BI-Systemen um betriebswirtschaftliche Informationen angereichert.

Analog-digitale Prozesskette im Design

Im Studiengang Industrial Design an der Hochschule Osnabrück wird eine ‚analog- digitale Prozesskette‘ zur Lehre eingesetzt Diese besteht aus mehreren Entwurfs-, Analyse- und Produktionseinheiten, die einen iterativen Entwicklungsprozess erlauben. Dabei werden sowohl klassische Entwurfswerkzeuge wie Pappe, Clay, Schaum, Skizzen als auch CAD-Modelle, Virtual Reality und gedruckte 3D-Prototypen eingesetzt. So nutzen die Studierenden vor allem die VR Tools zur Entwicklung komplexer Oberflächen- Topographien, welche mit herkömmlichen Werkzeugen nur aufwändig generierbar wären.

Big Dependable Systems in der Medizintechnik

In der Medizintechnik gibt es automatisierte Überwachungs- und Steuerungsfunktionen wie Herzschrittmacher, welche zur Minimierung von Gefährdungen für ihre Nutzer sehr verlässlich arbeiten müssen. Um dabei neuartige Funktionen zu ermöglichen, sollen zukünftig auch vernetzte Gerätesysteme und Cloud-Infrastrukturen genutzt werden, die sogenannten „Big Dependable Systems (BDS)“. Im Projekt „Medolution“ des Oldenbuger Instituts für Informatik OFFIS werden konkret geeignete Systemverwaltungsdienste, Fehlertoleranzverfahren und Sicherheitsmechanismen sowie daran angepasste Architekturkonzepte, Entwurfs- und Analyseverfahren erarbeitet.

Wissensmanagement und -entdeckung mit Wissensgraphen

Big-Data-Tools werden zu Analyse- und Management-Zwecken überall dort eingesetzt, wo große Datenmengen entstehen. Aufgrund der Komplexität der Datenanalyse können diese Tools allerdings auch zu inkorrekten oder irreführenden Analyseergebnissen führen, beispielsweise aufgrund von ungenauen oder fehlenden Daten. Die Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB) entwickelt hierzu ein Big-Data-Integrationsframework, das auf Semantic-Web-Technologien wie Linked Data und kontrollierten Vokabularen bzw. Ontologien basiert. Dadurch wird ein Wissensgraph generiert, der sowohl Daten aus Big-Data-Quellen als auch aus diesen Quellen gewonnenes Wissen integriert.

Wirtschaftsschutz Niedersachsen

Der Arbeitsbereich Wirtschaftsschutz des niedersächsischen Verfassungsschutzes hat das Ziel, die Unternehmen für Gefahren zu sensibilisieren, Sicherheitsmaßnahmen zu initiieren und durch Prävention Schäden zu vermeiden und zu reduzieren. Losgelöst vom Strafverfolgungszwang werden für folgende Themen Beratungen angeboten: Wirtschafts- und Industriespionage, Cybersicherheit, Know-how-Schutz, Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Industrie 4.0, Geheimschutz in der Wirtschaft, Sicherheit auf Geschäftsreisen im Ausland, Innentäterproblematik und Social Engineering.